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WAZ: Ringen um den Nachwuchs - Kommentar von Frank Meßing zum Handwerk

Essen (ots) - Wenn das Umsatzwachstum des Handwerks im vergangenen Jahr hinter dem der Gesamtwirtschaft zurückblieb, ist das noch kein Anzeichen für eine beginnende Krise. Beflügelt durch niedrige Zinsen haben Handwerksbetriebe zuletzt einen Rekord nach dem anderen eingefahren. Die Baubranche boomt. Die gute Konsumstimmung kurbelt das Geschäft der Lebensmittel-Handwerker an. Und vom demografischen Wandel profitiert das Gesundheits-Handwerk. Fleischer, Gold- und Silberschmiede mussten jedoch Einbußen hinnehmen.

Das Handwerk hat in der deutschen Wirtschaft eine überragende Bedeutung - auch als Arbeitsplatz- und Ausbildungsfaktor. Da fällt es schon ins Gewicht, dass das Umsatzwachstum 2014 nicht mit einem Beschäftigungsaufbau einherging. Das RWI berichtete gestern von konstanten Mitarbeiterzahlen. Hier macht sich bemerkbar, wovor die Kammern schon seit Jahren warnen: Es fehlt der Nachwuchs an Fachkräften.

Wenn der Düsseldorfer Handwerks-Präsident Andreas Ehlert nun beschwörend dazu aufruft, "um jeden Kopf intensiv und fantasievoll" zu ringen, beschreibt er dramatisch den Wettlauf seiner Kollegen gegen Hochschulen und das immer noch angekratzte Image einiger Handwerksberufe.

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