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WAZ: Instinktlos. Kommentar von Wilfried Goebels

Essen (ots) - Die Höhe der Pensionen von Bürgermeistern und Landräten ist für gesetzlich Rentenversicherte nicht mehr nachvollziehbar. Wer acht Jahre lang Bürgermeister einer mittelgroßen Stadt war, hat finanziell ausgesorgt. Schließlich wird die unabhängig von der Erwerbsfähigkeit lebenslang gezahlte Pension im Normalfall durch weitere Renten oder Bezüge aus anderen beruflichen Tätigkeiten aufgestockt. Wenn die Politik den Eindruck der Selbstbedienung vermeiden will, muss sie das Versorgungsgesetz ändern. Seitdem Bürgermeister auch für die Verwaltung zuständig sind, sind qualifizierte politische Manager gefragt. Die müssen ordentlich, vielleicht besser bezahlt werden. Eine lebenslange Sofortrente ab 45 Jahren aber ist eine Instinktlosigkeit in Zeiten, in denen die Rente von Normalbürgern oft kaum zum Leben reicht.

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