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WAZ: Rot-Grün zahlt einen hohen Preis. Kommentar von Tobias Blasius zur Schulsozialarbeit

Essen (ots) - Im jahrelangen Streit um die Schulsozialarbeit hat der Klügere nachgegeben. Die Landesregierung übernimmt weitgehend die Finanzierung einer Aufgabe, die für Schüler aus sozial schwachen und bildungsfernen Verhältnissen zentrale Bedeutung hat. Nachhilfe, Klassenfahrten, Antragswesen, Lehrerberatung - viele Schulsozialarbeiter sind Ausstiegshelfer aus dem Hartz IV-Kreislauf. Doch Rot-Grün zahlt einen hohen Preis. Wieder wird Geld ausgegeben, das man nicht hat. Wieder müssen auch die klammen Kommunen mit einem Eigenanteil zur Kasse gebeten werden. Die Chance, dass irgendwann doch noch der sich hartnäckig sträubende Bund für die Schulsozialarbeit in Finanzierungsverantwortung tritt, erscheint minimal. Es wäre einem wohler, wenn für die sinnvolle Schulsozialarbeit endlich das Dickicht aus teuren, aber fragwürdigen Beschäftigungs- und Fördermaßnahmen durchkämmt würde.

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