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WAZ: Die Büchse der Pandora - Kommentar von Rolf Obertreis

Essen (ots) - Bislang haben alle Krisenprogramme der Europäischen Zentralbank nicht wirklich gefruchtet. Reformen kommen nur schleppend in Gang, die Kreditvergabe und Investitionen stocken, der Konjunkturmotor in der Eurozone stottert. Noch wirkt EZB-Präsident Mario Draghi, dem die heftigsten Kritiker die Unterstützung der Reformunwilligen vorhalten, standhaft.

Aber allmählich kommen Draghi und der EZB-Rat an ihre Grenzen. Vor allem ist nicht im Ansatz abzusehen, wie das Rad wieder zurückgedreht werden, wie das viele Geld wieder eingesammelt und die EZB die vielen Anleihen und Kreditpapiere zumindest ohne Verlust (für den Steuerzahler) wieder abstoßen könnte.

Die geldpolitische Büchse der Pandora ist ziemlich weit geöffnet. Zuviel Geld auf den Finanzmärkten und bei Banken schürt die Gefahr für Blasen, für neuerliche Inflation und neue Finanzkrisen. Oder gelten auch diese Regeln heute nicht mehr?

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