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WAZ: Martyrium statt Sicherheit - Kommentar von Christopher Onkelbach

Essen (ots) - Über Wochen soll das Martyrium der Flüchtlinge gedauert haben. Sie wurden offenbar erniedrigt, gequält, geschlagen und misshandelt. Das veröffentlichte Foto erinnert an die schauderhaften Bilder aus dem irakischen US-Kriegsgefängnis Abu Ghraib. Dass sich ähnliche Szenen in Friedenszeiten und dazu mitten in Deutschland zutragen könnten, hätte bis gestern wohl niemand für möglich gehalten.

Viele Fragen drängen sich auf: Wieso eigentlich werden Flüchtlingsunterkünfte von privaten Unternehmen betrieben? Wie gründlich werden diese Firmen kontrolliert? Und: Wie kann es sein, dass Wachmänner, die bereits wegen einschlägiger Delikte - Körperverletzung, Waffenverstoß, Drogen - aufgefallen waren, in einem so sensiblen Bereich eingesetzt werden?

Gewalttätige Rassisten und Kriminelle in einer Unterkunft für Asylbewerber - man fasst sich an den Kopf. Die Menschen kamen hierher, um Schutz vor Krieg, Gewalt und Not zu suchen. Dieses Versprechen wurde brutal gebrochen. Diese Verletzung der Menschenwürde und unserer Werte dürfen wir nicht hinnehmen.

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