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WAZ: Die Sparer sind die großen Verlierer - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - Die Zinsen sind so gut wie abgeschafft. So will es die Europäische Zentralbank, die einen weiteren Schritt getan hat, das Sparen noch unattraktiver zu machen, als es ohnehin schon ist. 0,05 Prozent - das ist nahe an Nullkommanichts.

Erst im Juni hatte die EZB den wichtigsten Zins in der Euro-Zone auf das Rekordniveau von 0,15 Prozent gesenkt. Darf es noch ein bisschen weniger sein? Auch die derzeit niedrige Teuerungsrate dürfte Deutschlands Sparer kaum trösten. Sie gehören zu den großen Verlierern der EZB-Politik.

Aus der weiteren historischen Zinssenkung spricht allerdings auch eine gewisse Ratlosigkeit von Europas wichtigsten Währungshütern. Bald gehen der EZB die Möglichkeiten aus. Dass durch immer mehr Geld auf dem Markt tatsächlich die Konjunktur angekurbelt wird, darf bezweifelt werden. Wahrscheinlich ist, dass nun immer mehr Anleger ihr Geld in Aktien stecken. Die Börse liebt das billige Geld. Doch wie lange soll das gutgehen?

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