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WAZ: Das tückische Virus. Kommentar von Sigrid Krause

Essen (ots) - Ob es je ein Medikament gegen diese tückische Krankheit geben wird? Wohl kaum. Seit 1976 ist Ebola bekannt, bis heute ist die Forschung kaum weiter - zu teuer, extrem gefährlich, kein Geschäft für die Pharmabranche. Das ist bitter für alle Kranken. Und für alle, die den Mut haben, sie zu betreuen. Viel zu spät reagiert aber auch die Welt auf die Seuche. 100 Millionen Dollar gibt es jetzt, um die Seuche zu stoppen. Was folgt danach? Das Ebola-Virus allein ließe sich bremsen durch Vorsicht beim Verzehr wilder Tiere aus dem Busch und bei der Krankenpflege. Unwissenheit, Armut und Aberglaube sind weitere Risikofaktoren, die die unkontrollierte Ausbreitung der Krankheit fördern. Gute Gegenmittel wären: Aufklärung, Bildung und ein gutes Gesundheitssystem im Land. Wer das will, muss Ländern wie Guinea, Liberia und Sierra Leone helfen - erst recht nach der Epidemie. Jeder Dollar dafür wäre Gold wert.

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