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WAZ: Warum die Faszination bleibt - Kommentar von Ralf Birkhan

Essen (ots) - Es gibt immer mal wieder Tage im Leben, an denen Dinge geschehen, für die es auf Anhieb keine Erklärung gibt. Am Tag danach sehen die Menschen aber meist klarer. Denn dann haben Experten die Zusammenhänge erläutert, sie haben die Fakten geliefert und man beginnt, die Dinge zu verstehen.

Beim 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien im Halbfinale der Fußball-WM ist das anders. Auch in den Stunden und am ganzen Tag danach ist niemand in der Lage, dieses Phänomen auch nur im Ansatz zu erklären.

Fast alle haben das Fußballwunder am Fernseher miterlebt. Doch es bleibt ein bisschen wie beim Magier David Copperfield: Je mehr wir sehen, desto weniger wissen wir. Es wird auch keine Aufklärung mehr geben, aber das ist auch gar nicht so schlimm: Das Staunen, die Freude und die Faszination eines grandiosen Abends bleiben in Erinnerung. Das zählt.

Aber die Sache in Brasilien ist noch nicht erledigt: Am Sonntag folgt noch das Finale. Vielleicht geschehen ja sogar wieder Dinge, die niemand begreift, man weiß es eben vorher nicht. Genau das ist das Schöne am Fußball.

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