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WAZ: Berufsverbot hilft nicht weiter - Kommentar von Julia Emmrich

Essen (ots) - Am Anfang ging alles ganz schnell: Im Herbst startete Alice Schwarzer ihren Appell zur Abschaffung der Prostitution. Kurz darauf startete die Große Koalition und nahm sich ebenfalls vor, die Prostitution, wenn schon nicht abzuschaffen, dann zumindest so zu regeln, dass es künftig menschenwürdig zugeht, im Rotlichtgewerbe.

Die Union wusste auch gleich wie: scharfe Kontrollen, Freier bestrafen, Altersgrenze von 18 auf 21 heraufsetzen. Danach war lange nichts mehr zu hören. Doch das hat nichts mit Debattenmüdigkeit zu tun. Es liegt daran, dass es keine einfachen Lösungen gibt.

Das fängt schon damit an, dass die 18-jährige BWL-Studentin und Gelegenheitsprostituierte praktisch nichts mit der 18-jährigen Frau aus Bulgarien gemein hat, die als Armutsflüchtling auf dem Straßenstrich gelandet ist.

Von einem Berufsverbot für unter 21-Jährige würden sich vermutlich beide nicht abschrecken lassen.

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