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WAZ: Gewaltige Potenziale. Kommentar von Christopher Onkelbach

Essen (ots) - Autoreifen aus Löwenzahn, Aufzugseile aus Stroh - das sind griffige Beispiele für den noch jungen Wirtschaftszweig der Bioökonomie. Angesichts wachsender Umweltprobleme und knapper Ressourcen ist es richtig, auf neue, nachhaltige Arten des Wirtschaftens zu setzen. Die Fantasie der Wissenschaftler scheint grenzenlos: Algen als Energielieferanten, Essensreste als Quelle für Biogas, Biowaschmittel aus Palmkernöl, Aufschnitt aus Süßlupinen, sogar eine "grüne Chemiefabrik", die mit nachwachsenden Rohstoffen statt mit Erdöl arbeitet, sind konkrete Projekte. Noch ist es meist Grundlagenforschung. Doch schon heute erzielen Biotechnologiefirmen in Deutschland einen Umsatz von zwei Milliarden Euro, Tendenz steigend. Bald könnten viele Produkte ihren Weg in die Haushalte finden. Doch bei aller Aufbruchstimmung muss klar sein, dass die Ernährungssicherheit immer Vorrang haben muss vor der industriellen Nutzung der Rohstoffe.

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