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WAZ: Deutsche Bank unter Druck - Kommentar von Rolf Obertreis

Essen (ots) - Proaktiv - so bezeichnet Anshu Jain sein Vorgehen. Der selbstbewusste Mann an der Spitze der Deutschen Bank wird schwerlich offen einräumen, dass er auch auf Druck der Bank-Aufseher reagiert.

Aber es kann keine Zweifel geben: Die nach der Finanzkrise zwingend notwendige schärfere Regulierung und die höheren Eigenkapitalanforderungen zur Einschränkung der Zockerei und Abdeckung von Risiken bei Banken, für die am Ende der Steuerzahler gerade stehen muss, zeigen Wirkung - weltweit in der gesamten Branche und dies nicht nur bei der Deutschen Bank. Fast alle schauen derzeit, dass sie ähnlich wie die Deutsche Bank über reichliches Geld-Einsammeln ihr Kapital stärken, um gegen künftige Krisen besser gewappnet zu sein.

Und doch: Ein Scheich aus Katar als einziger Großaktionär - dies hatten Jain und sein Co-Chef Jürgen Fitschen bei ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren sicher nicht auf dem Schirm. Schlecht muss es nicht sein, dass der Emir aus dem Wüstenstaat jetzt in Frankfurt mitmischt. Er tut dies auch bei VW und Porsche, ohne dass dies den Firmen bislang erkennbar schadet.

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