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WAZ: Wie im Schlaraffenland - Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Dass die Schweizer überhaupt die Gelegenheit hatten, über einen Mindestlohn von umgerechnet 18,50 Euro pro Stunde oder 3300 Euro pro Monat ihr Votum abzugeben, wirft ein Schlaglicht auf die Verdienstmöglichkeiten im Nachbarland. Schon jetzt liegen dort 90 Prozent der Gehälter über 3300 Euro. Wer weniger verdient, ist meist jung und/oder Berufseinsteiger. Obendrein kommt man schnell aus dem Niedriglohnsektor hinaus.

All dies machte es den Schweizern leicht, Sorgen der Gegner vor einem zu starren Lohnsystem ernst zu nehmen und den im internationalen Vergleich sensationellen Mindestlohn abzulehnen. Womöglich kam auch noch die Angst vor einem weiteren Einwanderungsdruck auch aus Deutschland hinzu - wo gerade 8,50 Euro Mindestlohn mühsam erkämpft wurden. Wer hierzulande im Niedriglohnsektor arbeitet, dem mag die Schweiz tatsächlich wie ein Schlaraffenland vorkommen.

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