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WAZ: Evangelisches Lebenszeichen - Kommentar von Matthias Korfmann

Essen (ots) - Der Reformationstag ist in den letzten Jahren kein reiner Tag der Freude mehr für Protestanten. Da tingeln Kinder mit Monstermasken von Tür zu Tür, organisieren sich säckeweise Süßigkeiten, und ganze Familien geben sich der Kunst des Kürbisschnitzens hin. Martin Luther - wer war das noch mal? Reformator - funktioniert das mit Strom? Katholiken müssen an ihrem Feiertag Allerheiligen bisher nichts dergleichen durchmachen. Er ist ein "richtiger" gesetzlicher Feiertag, der Reformationstag ist es in NRW nicht.

Überhaupt kann man den Eindruck haben, dass alle nur noch von Franziskus, dem Reformer, reden und nicht von Martin, dem Reformator. Einmal soll das anders sein: am 31. Oktober 2017. Die evangelische Kirche gibt ein Lebenszeichen von sich. Schön laut, nicht ökumenisch leise. Sie will sich diesen Tag nicht nehmen lassen. Nicht von Zombies, nicht von Gemüseschnitzern und auch nicht von "Franziskanern".

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