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WAZ: Ein Gespenst namens Fracking. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Huch, da ist es plötzlich wieder, dieses Schreckgespenst mit dem hässlichen Namen Fracking. Es ist offenbar so schreckenserregend, dass selbst der naheliegende Gedanke, die Risiken für das Trinkwasser doch mal ein kleines bisschen eingehender zu untersuchen, fraktionsübergreifend ungedacht bleibt. Willkommen im Land der Tüftler und Ingenieure. Dabei geht es gar nicht einmal darum, ein vermeintlich drohendes Aus der russischen Gas-Lieferungen an die Wand zu malen. Selbst als die Sowjetunion auseinanderbrach, gab es keine Lieferunterbrechung nach Deutschland. Es geht vielmehr darum, dass ein Energieland wie NRW, ein Land, das jahrzehntelange Erfahrung im Bergbau hat und sich einer Expertise rühmen darf, wie sie selten ist auf der Welt, noch nicht einmal den Versuch unternimmt, Licht ins Dunkel zu bringen. Mit der bemerkenswerten Begründung, dass eben die Risiken ungeklärt sind. Das kommt dem Selbstmord aus Angst vor dem Tode ziemlich nah. Wie erfindet man eigentlich sichere Verfahren ohne Erfinder?

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