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WAZ: Marnis Glück und was es uns sagt. Kommentar von Petra Koruhn

Essen (ots) - Marni lebt. Ein größeres Geschenk kann es nicht geben. Mit der Mutter freuen sich viele, die das Schicksal des todkranken Babys verfolgt haben. Man hält inne, wenn man das Foto von Mutter und Kind sieht, das so viel Glück ausstrahlt. Hinter dem Bild steckt eine Geschichte von Bangen und Hoffen. Denn Marni war so krank, dass sie ohne neue Leber gestorben wäre. Für Marnis Mutter war es das Normalste der Welt, ihrem Kind zu helfen. Wie für die meisten Mütter war es für sie ganz normal, ihr einen Teil von ihr zu geben. Zum Glück kam sie als Lebend-Spenderin infrage. Die Ärzte wollten der jungen Frau zunächst die schwere Operation ersparen. Sie setzten darauf, dass es schon ein fremdes Spender-Organ geben wird. Doch es gab keins. Weil immer weniger spenden, weil die Warteliste lang ist: Über 2000 Menschen warten in NRW auf ein Organ. Was wäre gewesen, wenn Marnis Mutter nicht als Lebend-Spenderin infrage gekommen wäre? Wer sich diese Frage stellt, wird trotz aller Skandale in der Transplantationsmedizin froh sein, Spender zu sein - oder zu werden.

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