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WAZ: Nachdenken über das Alter - Kommentar von Wilfried Goebels

Essen (ots) - Alter darf kein Makel sein: So weit die Theorie. In der Praxis aber wurde schon jeder fünfte Deutsche wegen seines Alters benachteiligt. Mit 70 zu alt für den Kredit, mit 50 zu alt für den Job, mit 30 zu alt für ein Stipendium. Unternehmen, die eine "Verstärkung für ihr junges dynamisches Team" suchen, grenzen Senioren bewusst aus.

Dass ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz oder eine Alten-Quote im Betrieb die Benachteiligung der "Silver Ager" beenden würde, ist Illusion. Das Nachdenken über den unbefriedigenden Status quo würde eine Verfassungsänderung aber allemal fördern.

Auch die Wirtschaft muss sich auf den wachsenden "Silbermarkt" einstellen: große Schrift auf Produkten, kleinere Essensportionen, mehr Lieferservice. Und auch mit längeren Grünphasen an Fußgängerampeln kann das höhere Lebensalter erleichtert werden.

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