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WAZ: Folterfotos aus Assads Reich - Kommentar von Gudrun Büscher

Essen (ots) - Wir haben uns entschieden, die Fotos der geschundenen Menschen, zu Tode gequält in den Folterkellern des syrischen Machthabers Assad, nicht zu drucken. Sie helfen vielleicht einmal, Assad vor einem internationalen Strafgericht zu verurteilen für die Verbrechen in seinem Land. Aber sie sind zu schockierend.

Die außer Landes geschmuggelten Bilder platzen in eine Zeit, in der das Assad-Regime auf dem syrischen Schlachtfeld fast wie das kleinste aller Übel erschien. Hat er nicht zugelassen, dass die Chemiewaffen außer Landes gebracht werden können? Ist er nicht die letzte Bastion im Kampf gegen die islamistischen Rebellen von Al-Kaida? Nicht nur die Folterbilder mahnen zur Vorsicht. Und daran, dass die Syrienkonferenz in Montreux nicht mit zu großen Erwartungen überfrachtet werden darf. Könnte sie Korridore für humanitäre Hilfe schaffen, wäre sie schon ein großer Erfolg.

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