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WAZ: Mut zur Aufklärung fehlt - Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Westliche Firmen profitierten von den niedrigen Löhnen in der DDR. Die wiederum brauchte dringend Devisen. Und so hatten Ost wie West etwas von dieser unheiligen Allianz, die offenbar nur funktionierte, indem der sozialistische Arbeiter- und Bauernstaat Häftlinge ausbeutete.

Und einmal mehr wollen hiesige Unternehmen nicht geahnt haben, dass an den günstigen Strümpfen oder Autolampen Blut kleben könnte. Das Unrecht in der DDR kann niemand ungeschehen machen. Die Unternehmen, die ihren Reibach mit der Zwangsarbeit machten, können aber sehr wohl Licht in dieses dunkle deutsch-deutsche Kapitel bringen.

Doch diese Bereitschaft ist nicht zu erkennen. Aldi etwa verweist auf die abgelaufene Aufbewahrungsfrist für Dokumente und versucht nicht einmal, Einblick in die Stasi-Akten zu erhalten. So wird der Discounter seiner geschichtlichen Verantwortung nicht gerecht.

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