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WAZ: Schwesigs Eigentor - Kommentar von Julia Emmrich

Essen (ots) - Eine Politik ohne Visionen ist öde, perspektivlos und technokratisch. Es ist deshalb gut, dass die neue Familienministerin Visionen hat, also eine Idee davon, wo es hingehen soll: zu mehr Partnerschaftlichkeit von Müttern und Vätern, zu einer familienfreundlicheren Arbeitswelt.

Mit ihrer Vision von einer 32-Stunden-Vollzeit für junge Eltern hat Manuela Schwesig jedoch ein Eigentor geschossen: Die Idee ist nicht neu, nicht schlecht, aber im Moment weder bezahlbar noch mehrheitsfähig. Die Koalition hat ein paar gute, durchgerechnete Ideen im Köcher, wie sie Eltern in Teilzeit unterstützen kann - doch Schwesig tut so, als sei sie Opposition und klotzt mit Maximalwünschen, verwirrt die Eltern und bringt die Wirtschaft ohne Not auf den Baum.

Anfängerfehler? Die Entschuldigung zieht nicht. Schwesig ist kein Neuling. Die Eltern im Land aber haben einen Profi verdient, der ihre Sache klug vertritt.

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