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WAZ: Kein Interesse an schlechter Presse. Kommentar von Sven Frohwein

Essen (ots) - Gute Ideen plus schnelles Wachstum gleich marktbeherrschende Stellung: Google ist mit dieser einfachen Formel zu einem der wertvollsten Unternehmen des Planeten aufgestiegen. Auch, weil man offenbar nicht davor zurückschreckte, die große Marktmacht auszunutzen. Doch jetzt könnte diese Entwicklung einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Die EU-Kommission hat ein Auge auf den Suchmaschinenanbieter geworfen.

Google wäre nicht das erste Unternehmen, das die Macht Brüssels zu spüren bekommt. Vor der Kommission sind bereits andere Riesen der Branche eingeknickt, zu groß ist die Gefahr eines kräftezehrenden juristischen Streits. So erklärte sich etwa die Softwareschmiede Microsoft nach zähem Ringen mit den Wettbewerbshütern zur Zahlung einer Rekordstrafe bereit. Auch, weil Microsoft erkannt hat, wie wichtig der europäische Markt für die eigene Unternehmensbilanz ist.

Bei Google ist das nicht anders. Auch deshalb will der Konzern mit Brüssel zusammenarbeiten. Google kann gerade in Deutschland keine schlechte Presse vertragen - so kurz nach dem Street-View-Debakel.

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