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WAZ: Ein Erfolg für GM, mehr nicht. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Es ist verständlich, wenn Barack Obama versucht, die Welle des überaus erfolgreichen Börsengangs des Automobilriesen General Motors zu reiten. Der politisch schwer gebeutelte US-Präsident braucht nichts dringender als Erfolgsmeldungen aus der Wirtschaft. Die Wiederauferstehung von GM nach spektakulärer Verstaatlichung, knallharter Sanierung und nun gelungener Teilprivatisierung ist ein Meilenstein für die Auto-Industrie und Ausweis für die zupackende Art der Amerikaner. Eine ökonomische Wende für die "verzweifelten Staaten von Amerika" (Spiegel) bringt der Börsengang nicht.

GM hat einen Gutteil seiner Hausaufgaben gemacht. Nicht mehr und nicht weniger. In Europa mit seinen Marken Opel und Vauxhall hat der Konzern noch einiges zu tun. Das Problem der Überkapazitäten ist in Deutschland lange nicht gelöst, einzelne Werke wie das in Bochum müssen hart um ihre Existenzberechtigung kämpfen. Es deutet aber einiges darauf hin, dass die Amerikaner deutsche Ingenieurleistung mehr wertschätzen als früher. Der Konzern weiß, was er an Opel hat. Und daran ändert der Börsengang erstmal nichts.

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