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WAZ: Gezeter am Geldautomaten. Kommentar von Sven Frohwein

Essen (ots) - Mit freiwilligen Vereinbarungen ist es so ein Ding. Verständigen sich Firmen darauf, Preise zu senken, um einem Gesetz zuvorzukommen, fällt das Ergebnis meist nur zugunsten der Unternehmen aus. Schreiten Kartellbehörden dann nicht ein, haben Kunden noch mehr das Nachsehen. Mit den Gebühren fürs Geldabheben ist das nicht anders.

Bislang haben Banken und Sparkassen gut daran verdient, dass es keine deutschlandweit einheitliche Regelung gibt. Erst als das Bundeskartellamt mit einer Gebührenbegrenzung drohte, konnten sich die Kreditinstitute wundersamerweise auf einen allgemein verbindlichen Betrag verständigen. Und der liegt mit 1,95 Euro - so viel ist sicher - immer noch über den tatsächlich anfallenden Kosten.

Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken zögern aber weiter, sich diesem Mittelweg anzuschließen. Auch wenn die Institute stets betonen, ihr Kostenapparat sei ein anderer als der einer Direktbank - Bankkunden haben für derlei Gezeter kein Verständnis. Sieben Euro kostet das Fremdgehen am Geldautomaten im Schnitt, sagen Verbraucherschützer. Das ist eindeutig zu viel.

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