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WAZ: Die Liga und ihre Derbys. Kommentar von Klaus Wille

Essen (ots) - Die Warnzeichen sind nicht zu übersehen: Auf Hauswänden prangen offene Aufrufe zur Gewalt, im Internet kursieren Pläne, den Stadtteil aufzumischen. Die Stimmung ist aufgeheizt, und spätestens seit vermummte Hooligans des einen Vereins neulich am Bahnhof eine Fangruppe des anderen Vereins überfallen haben, gilt für das Derby am Sonntag bei der Polizei die höchste Alarmstufe.

Über 1000 Beamte und zwei Reiterstaffeln werden im Einsatz ein. Nicht nur sie treibt die Frage um, ob es ein Fußballfest oder ein von Gewalt überschattetes Fiasko gibt, wenn am Sonntag Derbyzeit ist.

In Hamburg. Beim Spiel St. Pauli gegen HSV.

Im Gegensatz dazu sind die Sorgen der Beteiligten beim West-Derby im Vorfeld zum Glück ausschließlich sportlicher Natur. Der BVB fragt sich, ob seine junge Mannschaft die Nervenprobe auf Schalke besteht. Oder ob sich das Konzept, junge Spieler wie den 18-jährigen Mario Götze zu fördern, auch im direkten Vergleich gegen den Schalker Entwurf durchsetzt. Und viele Schalker fragen sich erstmals, ob Felix Magaths Modell, das Team auf den 33-jährigen Star Raúl zuzuschneidern, in dieser Saison jemals so gut funktionieren kann wie von vielen erträumt.

Doch bei aller Bedeutung des Spiels für Schwarz-Gelb und Königsblau: Wenn am Sonntagabend immer noch die sportlichen Fragen im Mittelpunkt stehen, haben alle Seiten gewonnen. Was sich erst recht für das Derby in Hamburg sagen lässt.

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