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WAZ: Aus den Fehlern gelernt - Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Deutschland ist nicht unschuldig, wenn es um Versäumnisse bei der Bekämpfung des Terrorismus geht. Nie wurde in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss geklärt, welche Behörden oder Politiker versagt haben, als Mohammed Atta in Hamburg unter den Augen der Geheimdienste die Anschläge des 11. September vorbereitete. Immer wieder gab es auch gefährliche Verbindungen ins Ruhrgebiet, die übersehen wurden. Aber: Aus den Kardinalfehlern der Anfangszeit hat man gelernt. Die Fahnder sind vernetzt. Die rund 1000 "Gefährder" scheinen unter Kontrolle. Meldungen über Gefahren werden ernst genommen. Die Defizite sind erkannt: Es fehlt - noch? - an technischen Mitteln und am Spezialpersonal. Die Festnahme des Irakers in Duisburg reiht sich deshalb in eine Erfolgsserie ein, die seit einigen Jahren anhält und die das Renommee der deutschen Fahnder wiederhergestellt hat: Die "Kofferbomber" wurden gefasst, das Nest der Sauerland-Terroristen wurde ausgeschaltet. Die Bürger, die Sicherheit verlangen, können nur hoffen, dass der Schutzschirm nicht reißt. Er muss ohnehin neu justiert werden: El Kaida im Hindukusch ist nicht mehr alleine eine Gefahr. Kämpfer aus Tschetschenien rüsten sich, auch Deutsche, die zum Heiligen Krieg angeheuert werden. Wachsamkeit bleibt eine Daueraufgabe.

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