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WAZ: Führerschein mit 17 Jahren - Ein Erfolgsmodell. Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Fünf Jahre testen. Dann Nägel mit Köpfen machen. So entstehen gute Gesetze. Der Führerschein mit 17 ist ein Beispiel dafür. Selten war ein Versuch so erfolgreich und so wirksam: Deutlich weniger Unfälle bei Führerschein-Neulingen, die nur begleitet führen. Das macht die Straßen sicherer.

Denn Fahranfänger sind die für die Verkehrssicherheit entscheidende Gruppe. Oft fahren junge Leute hohes Risiko. Nicht, weil sie, ein altes Vorurteil, von Natur aus "unbändig" wären. Eher fehlt ausreichende Erfahrung. Bremswege einschätzen, Überholvorgänge einleiten, ermitteln, wie sich Kinder am Straßenrand verhalten - das alles lernt man in einer guten Fahrschule zwar in den ersten Ansätzen. Aber man verinnerlicht es nicht. Das geht nur in der Praxis.

Auch, wenn Rasen und Drängeln (und das nicht nur durch junge Fahrer) zugenommen haben - Autofahren ist in den letzten Jahrzehnten sicherer geworden. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 20 000 auf unter 4000. Besser gebaute Autos haben dafür gesorgt und mehr Sicherheitssysteme. Aber auch veränderte Gesetze. Bußgeld für Gurtmuffel gehört dazu und das totale Alkoholverbot für Fahranfänger - und demnächst auch der Führerschein mit 17 als Regelfall.

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