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WAZ: Wie Frankfurt aus der Asche. Kommentar von Lars von der Gönna

Essen (ots) - Bislang hatten wir ja gedacht, Eyjafjallajökull habe vor allem der Bahn einen Dienst erwiesen. Kann sie doch endlich allen, die Fliegen stets für schöner hielten, dieser Tage zeigen, dass ein deutscher Zugbegleiter ("sssenks worr drebbeling wiss doitschebaan") es bei guter Tagesform und entsprechend Asche mit jeder hübschen Stewardess aufnehmen kann ("Auer neggschd schdobb is Kolohn!").

Doch hören wir nun, auch die Kunst profitiere von Eyjafjallajökulls Puste. So gingen Freitag die Menschen, denen das Frankfurter Bodenpersonal zum hundertsten Mal überzeugend erklärt hatte, heute fliege ganz bestimmt nichts mehr nach Rio, zumindest teilweise einfach zur Frankfurter Luminale.

Die Luminale ist ein Frankfurter Lichtspiel mit Gebäuden, dem Main und überhaupt. Die Wolke, sagen die Veranstalter, habe ihnen einen Besucherrekord beschert. Womit wir aufgrund eines isländischen Vulkans mit ausgesprochen albernem Namen selbst Goethe (bekanntermaßen Frankfurter) infrage stellen müssen. "Wo viel Licht ist, ist starker Schatten!", schrieb er. In Island ist die Botschaft wohl nie angekommen.

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