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WAZ: Immer tiefer in die Sackgasse. Kommentar von Walter Brühl

    Essen (ots) - Theo Zwanziger bleibt hart: Kaum hatte das Augsburger Landgericht die einstweilige Verfügung seines Prozessgegners Manfred Amerell bestätigt, kündigten die Anwälte des DFB-Präsidenten Revision an. Ganz offensichtlich fühlt sich Zwanziger in der Affäre um sexuelle Nötigung unter den deutschen Schiedsrichtern dermaßen im Recht, dass eine juristische Niederlage für ihn weder vorstellbar noch akzeptabel ist. Inzwischen stellt sich allerdings verstärkt die Frage, ob Zwanziger in Fragen des Rechtsempfindens nicht schlecht beraten oder allzu uneinsichtig ist.

    Nur zur Erinnerung: Vor wenigen Monaten verfolgte er den Journalisten Jens Weinreich mit enormem  juristischem Aufwand, weil er sich von dessen Charakterisierung als "unglaublicher Demagoge" in die Nähe von Nazis gerückt fühlte. Kein Gericht folgte seiner Ansicht.

    Wenn's um seine persönliche Ehre geht, ist Theo Zwanziger wegen seiner ausgeprägten Empfindlichkeit offenbar  nur sehr schwer belehrbar. Obwohl sich die Anzeichen häufen, dass er sich auch in der "Affäre Amerell/Kempter" in eine Sackgasse hineinmanövriert, hält Zwanziger an seinem Kurs fest. Und es wird für den DFB-Chef von Tag zu Tag schwieriger, noch einmal die Kurve zu kriegen.

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