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WAZ: Die Krise der Berater hält an. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Seltsam, dass die Banken und Sparkassen noch nicht die Chance erkannt haben, die in ihrer Krise steckt. Der Zusammenbruch von Lehman & Co mündete schließlich nicht bloß in der schwersten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch in einer üblen Beraterkrise. Wie Umfragen zum kaum mehr existenten Vertrauen in die Banken zeigen. Die Führung der Geldhäuser hat fahrlässigerweise aus ihren Beratern zuweilen plumpe Verkäufer gemacht. Nicht die beste Anlage für den Kunden, sondern das renditeträchtigste Produkt für die Bank geht über den Schalter. Dazu muss nicht einmal das Brutalo-Instrument einer Provisionszahlung herhalten, da reichen Zielvereinbarungen für Produkte und Produktklassen, die der Vorgesetzte alle drei Monate überprüft. Vertrauen ist in der Finanzkrise somit zum Wert an sich geworden. Man darf gespannt sein, wann die Institute das endlich für sich erkennen und wieder mit einer transparenten und ehrlichen Beratung aufwarten. Die Branche hat so viel nachzuholen, dass der Markt sicherlich die Mutigen belohnt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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