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WAZ: Faustpfand der Steuerzahler. Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Dem Essener Mischkonzern Evonik stehen unruhige Zeiten ins Haus. Er muss die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise bewältigen. Zudem müssen die Essener sich dem bisher unterbliebenen Zusammenfügen der drei Konzernteile Degussa (Chemie), Steag (Energie) sowie Immobilien widmen. Das alles ist für sich genommen schon eine Herausforderung. Und jetzt redet auch noch die Politik mit? Das allerdings ist in der Geschichte der ehemaligen Ruhrkohle AG begründet und geht daher in Ordnung. Evonik ist schließlich das Faustpfand der Steuerzahler. Das Unternehmen muss genug Geld einbringen, um die milliardenschweren Altlasten des Kohlebergbaus zu bezahlen. Und die Frage, wozu ein Chemiekonzern ein Energieunternehmen und Immobilien braucht, ist legitim. Es ist die Aufgabe des Vorstands der RAG-Stiftung, beide Interessen unter einen Hut zu bringen: die Interessen des Unternehmens, das sich fortentwickeln muss und die der Steuerzahler, die entlastet werden wollen. Beides ist kein Widerspruch. Leicht ist es aber nicht, zumal die Politik überzeugt werden will.

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