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WAZ: Mülheim zeigt sich filmfreundlich. Kommentar von Arnold Hohmann

    Essen (ots) - Die trostlosen Schwarzweißbilder sind uns noch in guter Erinnerung: Jürgen Vogel, wie er als notorischer Vergewaltiger in "Der freie Wille" auf Beutesuche durch ein nächtliches Revier tigert, durch menschenleere Straßen, vorbei an den Betonsünden einer Hauruck-Gebrauchsarchitektur, hinein in düstere Parkbunker. Atmosphärisch großartig, für Mülheim/Ruhr allerdings nicht unbedingt ein Aushängeschild. Nun wissen wir im Ruhrgebiet ja seit Schimanski, dass gefragte "Locations" als Motive nicht unbedingt die Sonnenseiten einer Stadt sein sollen - von denen auch Mülheim sicher einige besitzt. Und deshalb gratulieren wir der Stadt herzlich, dass sie jetzt als 34. Filmstadt in das Netzwerk filmfreundlicher Städte der Filmstiftung NRW aufgenommen wurde. Womit das Ruhrgebiet nunmehr flächendeckend vertreten ist. Wir glauben an die Mehreinnahmen für die örtlichen Unternehmer durch häufige Dreharbeiten vor Ort. Allerdings weniger, siehe oben, an die versprochene "kostenlose Werbung in der ganzen Welt".

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