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WAZ: Ungemütliche Zukunft - Kommentar von Sabine Brendel

Essen (ots) - Deutschlands Energieriesen RWE und Eon droht eine ungemütliche Zukunft. Zu lange haben die zwei NRW-Konzerne auf ihre Kohlekraftwerke gesetzt. Doch diese luftverschmutzende Art der Stromerzeugung ist teuer geworden - und wird künftig noch teurer. Bisher erhalten die Konzerne einen Teil der CO2-Verschmutzungsrechte gratis. Doch damit ist Ende 2012 Schluss. Das wird die Gewinne von Eon und RWE deutlich schmälern. Für diese Zeit wappnen sich die Konzerne. Zwar spät, aber ihr lukratives Geschäft, das sie bis vor zehn Jahren in Deutschland fast konkurrenzlos betrieben, bescherte ihnen Finanzpolster. So können die weltweit tätigen Versorger ihr bisher kleines Ökostrom-Geschäft ausbauen. Zudem trommeln die zwei mächtigen Lobbyisten dafür, dass ihre gewinnträchtigen deutschen Atomkraftwerke länger laufen dürfen. Ihre Chancen stehen dank der neuen schwarz-gelben Bundesregierung gut. Trotzdem: Im liberalisierten Energiemarkt wechseln Verbraucher vermehrt ihren Versorger und achten stärker auf saubere Stromerzeugung. Hier liegt die wahre Herausforderung für die Kohlekraftwerksriesen RWE und Eon. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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