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WAZ: Schweigegelübde in der Kernfrage. Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Schon im Mai müssten laut rot-grünem Ausstiegsplan die ersten beiden Kernkraftwerke stillgelegt werden, mit Neckarwestheim eins davon in Baden-Württemberg. Die dortige Landesregierung und "ihr" Energieversorger EnBW machen Druck, denn sie haben naturgemäß andere Interessen als der NRW-Ministerpräsident. Dem ist an Ruhe an der Atomfront gelegen, steht er doch in seinem AKW-freien Land im selben Monat zur Wiederwahl. Doch das Berliner Schweigegelübde zur Unterstützung des CDU-Wahlkampfs an Rhein und Ruhr ist mit jedem Tag schwerer durchzuhalten. Die Energiekonzerne drängen auf Planungssicherheit für ihre Investitionen wie für ihre Gewinnerwartung. Das zweite Werk auf der Stilllegungsliste, Biblis A, gehört dem NRW-Konzern RWE. Die BDI-Studie, die Staat und Verbrauchern dreistellige Milliardensummen als Bonus für die Laufzeitverlängerung verspricht, heizt die Diskussion an. An der bald zu beantwortenden Kern-Frage für Kanzlerin Merkel hängt aber auch eine realistische Einschätzung der "Ewigkeitskosten" der kommerziellen Kernspaltung. Wie schnell diese wachsen könne, zeigt gerade das Beispiel Asse. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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