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WAZ: TÜV kritisiert Zustand der Autos - Nicht nur Mängel - Leitartikel von Christopher Shepherd

Essen (ots) - Wenn der TÜV-Report 2010 bemängelt, dass immer mehr Pkw durch die Hauptuntersuchung fallen, klingt das zunächst alarmierend. Schließlich gilt das Auto als das liebste Kind der Deutschen - und nun lassen sie es an gedeihlicher Pflege mangeln? Doch Vorsicht: Bei näherer Betrachtung relativiert sich das Ganze. So suchen in Zeiten der Wirtschaftskrise viele Autofahrer direkt den TÜV auf, sobald die Untersuchung fällig ist. Erst wenn Mängel festgestellt werden, führt der Weg zur Werkstatt. Gibt es dagegen keinen Grund zur Klage, hat man die Kosten für den Mechaniker gespart; das erklärt die höhere Durchfallquote bei der Hauptuntersuchung. Daneben spiegelt der Report auch nicht mehr den tatsächlichen Zustand der Autos wider. So wurden im Zuge der Abwrackprämie 2009 rund zwei Millionen Altfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen - und so die Mängelgefahr reduziert. Das berücksichtigen die vorliegenden Zahlen noch nicht, insofern werden erst die TÜV-Berichte in den kommenden Jahren Aufschluss über den wahren Zustand der Pkw geben. Klar ist dennoch: An der Sicherheit sollten gerade Autofahrer nicht sparen. Und dafür brauchen sie sich auch nicht alle einen Porsche 911 zu kaufen - den laut TÜV-Angaben sichersten Wagen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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