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WAZ: Riesenflop Riester-Rente - Kommentar von Wolfgang Mulke

Essen (ots) - Die Riester-Rente hat sich nicht bewährt. Unter dem Strich verdienen damit vor allem die Anbieter der Rentenversicherungen. Der Milliardenzuschuss vom Staat hilft nicht dem Bürger, sondern der Finanzwirtschaft. Die private Zusatzvorsorge hält auch sonst nicht, was den Bürgern versprochen wurde. Eigentlich sollte die spätere Privatrente die Kürzung der gesetzlichen Vorsorge ausgleichen. Doch weniger als die Hälfte der von der Rentenkürzung betroffenen Bürger hat einen Riestervertrag abgeschlossen. Das hat gute Gründe. Geringverdiener können sich trotz hoher Zuschüsse die monatliche Sparrate nicht leisten. Und bei vielen kommt später so wenig Rente heraus, dass sich der Aufwand erst gar nicht lohnt. Auf gut deutsch: Die Riester-Rente ist ein Riesenflop. Es ist höchste Zeit, das Konzept zu überarbeiten. Es müssen Kostenobergrenzen eingeführt werden. Am besten wäre es, wenn der Staat nur wenige und einfache Produkte fördern würde, die dafür ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Auch an einem Zwang zur Zusatzvorsorge führt kein Weg vorbei, allein schon, um Altersarmut zu vermeiden. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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