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WAZ: Werner Herzog, Kino-Schwänzer. Kommentar von Martina Schürmann

Essen (ots) - Das Berufsleben, man weiß es, bietet viele Sonderbarkeiten: Metzger, die kein Fleisch essen. Gärtner, die nicht mal ein einsames Veilchen auf der Fensterbank haben. Und nun kommt Film-Regisseur Werner Herzog und behauptet, er habe in den letzten Monaten keinen einzigen Film gesehen! "Ich glaube, im Schnitt komme ich auf zwei, drei Filme im Jahr. Die meisten davon sind ziemlich schlecht", erklärte der 67-Jährige jetzt in einem Interview. Vielleicht vermisst er darin einfach nur seinen Lieblingsfeind Klaus Kinski, mit dem er fünf Filme durchstritt. Vielleicht hat er mit seinen eigenen Filmen auch zu viel zu tun oder geht lieber in die von ihm geliebte Oper. Im Februar jedenfalls wird es mit dem Bilder-Boykott vorbei sein. Als Jury-Präsident der 60. Filmfestspiele von Berlin wird der 67-jährige Kino-Visionär viel nachzuholen haben. Denn bei der Berlinale bekommt er in wenigen Tagen mehr als 20 Filme zu sehen. Damit erfülle er sein "Zehn-Jahres-Pensum", sagt Herzog. Und bis 2019 wird der Filmindustrie ja was neues eingefallen sein. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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