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WAZ: Koalition III - Zu wenig für Bildung. Kommentar von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Der Bund will pro Jahr drei Milliarden Euro zusätzlich in Bildung und Forschung stecken. Das ist nicht viel mehr als der Tropfen auf den heißen Stein. Selbst wenn Deutschland dadurch 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung und Forschung pumpt, ist die "Bildungsrepublik" fern. Eine Studie veranschlagt jährliche Mehrausgaben von 36,9 Milliarden Euro für ein "gutes Bildungssystem". Allein die Hochschulen bräuchten 5,14 Milliarden. Noch weniger Wert hat das Zehn-Prozent-Ziel, wenn die durch Steuerausfälle gebeutelten Länder versuchen, mit buchhalterischen Tricks die vorgegebene Quote zu erreichen. Frei nach dem Motto: Schlagen wir die Ausgaben für das Kindergeld einfach dem Bildungssektor zu, dann kommen wir auf zehn Prozent. Wenn es Bund und Länder ernst meinen mit einer Bildungsoffensive, dann müssen die Ausgaben um mehr als drei Milliarden steigen.

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