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WAZ: Das Getriebe der Weltliteratur. Kommentar von Jens Dirksen

    Essen (ots) - Übersetzer sind die stillen, völlig geräuschlosen Getriebe der Globalisierung, die ja zuerst in Büchern stattfand, in Goethes Begriff von der Weltliteratur. Wer sich nur eine leise Ahnung davon verschaffen will, wie viele Katastrophen schon durch richtige Übersetzungen verhindert worden sind, der lasse sich mal eine fremdsprachige Gebrauchsanweisung von einem Automaten ins Deutsche übertragen. Umso mehr sind die Leistungen der literarischen Übersetzer zu schätzen - und es ist nur recht, wenn auch nicht billig, dass der Bundesgerichtshof gestern entschieden hat, dass Verlage Übesetzer am Profit beteiligen müssen - die Erfolgsbeteiligung ab einer Auflage von 5000 Exemplaren belohnt eine Übersetzung, die zum Erfolg eines Buches beiträgt. Die Verlage werden diese Mehrkosten wohl durchreichen an die Buchkäufer - aber das sollten uns gute Übersetzungen wert sein.

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