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WAZ: Bayer und die CO-Pipeline - Verheerendes Signal. Kommentar von Norbert Robers

    Essen (ots) - Ein Großkonzern wie die Bayer AG hat  sich längst daran gewöhnt, dass vor dem Bau neuer Anlagen eine mitunter aufwändige gerichtliche Überprüfung steht. Kommunen und Bürger schöpfen dabei ihr gutes Recht aus, ein Optimum an Transparenz und Sicherheit durchzusetzen. Für alle Nicht-Betroffenen mag dies weit weg und somit vermeintlich uninteressant sein. Aber sie irren. Denn in der heutigen Welt der globalen Investitions-Möglichkeiten entscheidet nicht nur, aber eben auch die Länge des Genehmigungs-Prozesses darüber, ob ein Unternehmen in NRW, in Belgien oder in China sein Geld ausgibt - und damit Jobs schafft oder sichert. Im strittigen Verfahren um die geplante Kohlenmonoxid-Pipeline der Bayer AG sollte daher allen Beteiligten daran gelegen sein, schnellstmöglich ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis zu erzielen. Ein Ausstieg des Leverkusener Konzerns wäre ein verheerendes Signal. Bayer sollte es sich allerdings nicht zu leicht machen und die Gegner als industriefeindliche Querulanten abtun: Das Unternehmen hat den Widerstand zu lange auf die leichte Schulter genommen und sich mitunter miserable Kommunikationsfehler geleistet.

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