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WAZ: Videoüberwachung an Schulen - Nur in Problemzonen - Leitartikel von Peter Szymaniak

    Essen (ots) - Kameras in Fußgängerzonen, in Banken, Bürogebäuden, Flughäfen, in Einkaufszentren, auf Bahnhöfen, in Bussen - und jetzt auch in Schulen? Als unbescholtener, freiheitsliebender Bürger kann man angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre ein mulmiges Gefühl bekommen: Die Räume, in denen man nicht von anonymen staatlichen oder privaten Stellen überwacht wird, werden immer kleiner. Jeder Kameraeinsatz verringert zwar nachweislich Übergriffe im überwachten Gebiet, schränkt aber zwangsläufig die Freiheit des Bürgers ein. Deshalb sollte der Staat Überwachungskameras nur in akuten Problemzonen einsetzen. Wenn einige Schulhöfe nach Vandalismus-Vorfällen außerhalb des Schulbetriebs überwacht werden, ist nichts gegen den Video-Einsatz einzuwenden: Zielgerichtete Überwachung reduziert Schäden. Trotz allen Wahlkampf-Getöses: Alle Parteien sind sich einig, die Kamera-Entscheidung Kommunen und Schulen vor Ort im Einzelfall zu überlassen - und nicht vom Land eine Überwachungs-Pflicht für alle Schulen zu erlassen. Das ist gut so.

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