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WAZ: Sonnenstudio-Verbot - Guter Jugendschutz - Leitartikel von Petra Koruhn

    Essen (ots) - Hautkrebs hat eine Besonderheit. Auf die Frage "warum ich?" steht eine einfache Antwort: Weil man es oft selbst verursacht hat. Beim Hautkrebs gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Verhalten und Krankheit: übermäßiges Sonnenanbeten ist erwiesenermaßen lebensgefährlich. Lange galt die Legende, im Sonnenstudio habe man es nur mit UV-A-Strahlung zu tun. Was heißen sollte: halb so wild. Heute weiß man, dass das nicht stimmt. Egal, welche Strahlen auf uns herunterbrennen - sie belasten das UV-Konto der Haut. Wer jung anfängt, hat das Konto schnell voll. Und dann besteht die Gefahr, dass die Zellen entarten. In keinem europäischen Land gehen bereits so viele junge Mädchen (weniger Jungen) ins Sonnenstudio. Dass man es nun verbieten will, ist Jugendschutz und nicht Bevormundung. Alle Aufklärungsversuche sind verpufft. Kaum einer entscheidet sich bewusst, lieber weiße Beine zu haben, um das Melanom zu verhindern. Was gute Worte - von Eltern und von Ärzten - nicht schaffen, muss das Gesetz regeln. Als Trost gibt's die Hoffnung auf ein langes Leben.

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