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WAZ: Bochum fährt Opel - Kommentar von Ulrich Schilling-Strack

    Essen (ots) - Die Oberbürgermeisterin fährt Opel. Die Bürgermeister fahren Opel, und auch die Dezernenten der Stadtverwaltung oder die Vertreter von Sparkasse und Bogestra. Bochum liebt Opel, daran gibt es keinen Zweifel.

      Ist das noch zeitgemäß, in Zeiten der Globalisierung? Muss man
nicht über die engen Grenzen hinausdenken, wenn man in einer
Industriegesellschaft lebt, die vom Export abhängt? Wenn Bochum also
Opel fährt, ist das vielleicht sogar - Provinz und Protektionismus?

      Nein, das ist es nicht. Es ist üblich. In München fährt man BMW,
in Stuttgart Mercedes. In Ingolstadt fährt man Audi, in Wolfsburg
natürlich Volkswagen, und vor dem Buckingham Palast steht ein Rolls
Royce. Oder ein Bentley.

      Natürlich bauen auch andere Hersteller gute Autos. Es gibt auch
Ausschreibungsvorschriften, die das Geld des Steuerzahlers
beschützen, und nach denen die öffentliche Hand die Dienstwagen
aussucht.

      Aber so ein Auto, das ist auch hier mehr als ein
Fortbewegungsmittel. Und wenn Bochum Opel fährt, ist das eben ein
Signal.

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