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WAZ: Sie sind die Unschuld. Kommentar von Britta Bingmann

    Essen (ots) - Es gibt Nachrichten, die lassen auch Hartgesottene nicht unberührt. Die Meldung, die uns gestern aus Belgien erreichte, gehört dazu. Da werden auch Journalisten still und blass.

      Was daran so erschreckend ist, ist weniger die Zahl der Toten.
Auch nicht die Brutalität der Tat. Das, was einem die Luft abschnürt,
ist der Gedanke an die Opfer: Kinder, fast noch Babys. Der Gedanke,
dass sie herausgerissen wurden aus dem Schlaf, herausgerissen aus der
Sicherheit ihres "Märchenlandes", herausgerissen aus dem Leben, ist
unerträglich. Nicht nur für Eltern.

      Denn wenn es Unschuld gibt auf dieser Welt, dann gehört sie den
Kindern. Wehrlosigkeit, Schutzbedürfnis, aber auch Arglosigkeit,
Hoffnung, Zukunft: All das ist mit kleinen Kindern untrennbar
verbunden. Wir wissen, wir fühlen: Sie brauchen unbedingt unseren
Schutz. Immer und überall.

      Aber wir wissen leider auch: So sehr wir es auch möchten - wir
können ihn nicht garantieren. Nicht für die achtjährige Kardelen, die
zum Spielen raus ging, nicht einmal für die Kleinsten im
Kindergarten. Das lässt uns leiden, mitleiden mit den verzweifelten
Eltern. Und ohnmächtig bangen.

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