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WAZ: Apple braucht Kronprinzen - Kommentar von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Ohne Steve Jobs wäre Apple nicht annähernd das, was es heute ist. Jobs hat seinen Kult-Konzern via iPod und iPhone aus der Krise geführt, verfügt über Charisma und inszeniert spektakuläre Präsentationen. Die Öffentlichkeit verbindet daher kaum einen Chef so sehr mit seinem Betrieb wie Jobs mit Apple. Genau damit wird der 2004 an Krebs Erkrankte zum Risiko. Denn, um es überspitzt zu sagen: Kaum klagt Jobs über Schnupfen, bekommen die Anleger den kollektiven Schüttelfrost und die Apple-Aktien brechen ein. Mit harten Fakten ist dies nicht begründbar. Vielmehr mit der Panik, ohne Jobs ginge Apple vor die Hunde. Microsoft ist das beste Beispiel dafür, dass sich ein Konzern erfolgreich von seinem Übervater lösen kann. Bill Gates und Microsoft waren mal eins, doch auch mit Nachfolger Steve Ballmer läuft das Geschäft. Egal, wie krank Jobs ist - es ist Zeit, einen Kronprinzen aufzubauen. Damit wäre Apple nicht mehr auf Gedeih und Verderb auf "Steve Allmächtig" angewiesen. Das wäre Baldrian für hypernervöse Anleger.

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