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WAZ: Neuer Gasstreit - Nur keine Sorge - Leitartikel von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Erneut hat Russland der Ukraine den Energiehahn zugedreht. Für die Verbraucher in Deutschland bleibt das vorerst ohne Folgen. Sie müssen nicht befürchten, bald in einer kalten Wohnung zu bibbern. Bereits 2006 kappte Russland die Gaslieferungen gen Westen. Das ungleiche Kräftemessen dauerte vier Tage, dann gab die Ukraine nach. Auch dieses Mal hat die politische Führung angedeutet, dass ein Kompromiss nahe ist. Selbst wenn sich der Streit wider Erwarten länger hinziehen sollte, reichen die Gasreserven in Deutschland für Monate. Dennoch wirft der Gasstreit einmal mehr die Frage auf, wie abhängig sich Deutschland von russischen Lieferungen machen darf. Allen langfristigen Lieferverträgen zum Trotz darf man nicht vergessen, über welch gewaltiges Druckpotenzial des Kreml durch seine Gasreserven verfügt. Deutschland muss weiter auf einen breiten Energiemix setzen. Dazu gehört zum einen die konsequente Förderung und Umstellung auf alternative Energien. Doch jenseits aller Windräder und Solardächer wird es auf absehbare Zeit ohne Atomstrom nicht gehen. Wohl oder übel.

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