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WAZ: EU-Haushaltskommissarin unterstützt Merkel

    Essen (ots) - EU-Haushaltskommissarin Dalia Grybauskaite hat sich in der Debatte über Konjunkturpolitik auf die Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel gestellt. "Ich persönlich halte sehr viel von dem Kurs, den Bundeskanzlerin Merkel einschlägt", sagte die EU-Kommissarin im Interview mit der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ/Mittwochsausgabe). Bei der Bewältigung der Finanzkrise und anderer großer Probleme müsse Europa "vorsichtig vorgehen". "Das ist nicht einfach damit getan, dass man Schulden aufnimmt und Ausgaben erhöht", erklärte die Litauerin. Es gehe "nicht nur um große Summen". Die für Budget und Finanzplanung zuständige EU-Kommissarin warnt, es könne die Europäische Union "teuer zu stehen kommen, wenn wir auf die Krisen panisch reagieren".

    Derzeit sieht sich die Bundesregierung in Europa von verschiedenen Seiten mit der Forderung konfrontiert, mehr zu tun, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Am Donnerstag und Freitag werden in Brüssel die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel über die gemeinsamen Anstrengungen diskutieren, die schwächelnde Konjunktur mit Hilfen im Volumen von 200 Milliarden Euro zu unterstützen.

    EU-Kommissarin Grybauskaite widersprach im WAZ-Interview der Vermutung, die Bundesbürger trügen stärker als alle anderen zum EU-Haushalt bei. "Nein, Deutschland ist nicht der größte Zahlmeister - auch nicht netto", sagte Grybauskaite. "Die absoluten Zahlen sind hoch. Aber relativ gesehen ist Deutschlands Beitrag ähnlich hoch wie die Beiträge der anderen Länder." Er liege in Deutschland pro Kopf bei 229 Euro, in Frankreich zum Beispiel bei 257 Euro.

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