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WAZ: Kein Weg dran vorbei - Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Bei Opel in Bochum stehen wieder einmal viele Stellen auf der Kippe. Doch um den Standort dauerhaft zu sichern, scheint kein Weg an einem neuerlichen Arbeitsplatzabbau vorbei zu gehen. Diese Kröte musste der Bochumer Opel-Betriebsrat wohl schlucken, um den Zuschlag für den neuen Astra zu erhalten. Nachvollziehbare Gründe für solche Stellenstreichungen gibt es einige: Zum einen werden die neuen Fahrzeuge in der Hälfte der Zeit wie bisher hergestellt, was an neuen, effizienteren Steuerungsprogrammen für den Bau liegt. Zum anderen schrumpft sowohl in Deutschland als auch in Westeuropa der Markt für Neuwagen. Zuwächse sind dagegen unter anderem in Russland zu erwarten. Dort sind aber die Einfuhrzölle hoch und die Arbeitskosten noch recht niedrig, so dass die Fertigung schon bald zu einem größeren Teil nach Russland verlagert wird. Dadurch werden Stellen hier zu Lande überflüssig, nicht nur bei Opel. Wenn sie aber sozialverträglich abgebaut und so die anderen Jobs gesichert werden, dann ist das - bei allem Bedauern - der richtige Weg.

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