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WAZ: Betriebsbedingte Kündigungen bei Karstadt sind sicher. Verdi legt Geschäftsführung Sparliste vor

    Essen (ots) - Der Arbeitsplatzabbau bei der Essener Warenhauskette Karstadt trifft die Mitarbeiter härter als bislang bekannt. "Es wird eine Reihe von betriebsbedingten Kündigungen geben", sagte ein Karstadt-Sprecher der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ), Mittwochausgabe. Die Arcandor-Tochter will noch in diesem Jahr bis zu 450 der 2000 Stellen in der Zentrale abbauen. Die Probleme des Unternehmens werden dem abgelösten Karstadt-Chef Peter Wolf zugeschoben. "Er hat die Kosten aufgebläht und die Zahl der Leitungsfunktionen verdoppelt. Da ist einiges aus dem Ruder gelaufen", heißt es in Konzernkreisen. Allerdings wurden in den Warenhäusern seit 2000 nach Angaben des Sprechers 5000 Arbeitsplätze abgebaut. Weitere Stellenstreichungen sind in den Filialen nicht geplant. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat inzwischen der Geschäftsführung eine Sparliste vorgelegt, "wonach vor einem Stellenabbau zunächst Sachkosten eingespart werden können", sagte ein Verdi-Sprecher. Schließlich hätten die Arbeitnehmer die Sanierung des Unternehmens einst durch spezielle Sanierungstarifverträge gesichert.

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