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WAZ: Eine Antwort an Russland - Kommentar von Ulrich Reitz

Essen (ots) - Russischer Bär an bezwungenem Tiger. Es ist ein (Propaganda)-Bild der Gewalt, das Moskaus Putin nach Brüssel gen Gipfel schickt. Fällt Russland in sein Gestern zurück? Wenn man aus einer Diktatur kommt, hat man andere Möglichkeiten. Beispiel Deutschland: Aus unserer blutigen Geschichte leiten wir das "Nie Wieder" ab. Aus seiner blutigen Sowjet-Geschichte sollte Russland die moralische Verpflichtung ableiten, Friedensmacht zu sein - nach innen wie außen. Davon kann nicht die Rede sein. Eher vom Gegenteil: Schon vor drei Jahren nannte Putin den Zusammenbruch der Sowjetunion "die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts". Und nun? Westliche Sanktionen wie Russlands Ausschluss von der G-8 oder der Abbruch von (Raketen)-Abrüstungsgesprächen bringen nichts. Der Westen sollte gar nicht erst versuchen, Russland zu bestrafen. Aber er sollte seinem besten Grundsatz treu bleiben: Freiheit ist unteilbar. Ein Zeitplan in die Nato für Georgien, das wäre die passende Antwort. Schließlich liefert Moskau den sowjetischen Ex-Vasallen gerade die besten Gründe, sich gen Westen aufzumachen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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