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WAZ: Paul Potts & der Fußball. Kommentar von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Menschen gibt es, die glauben, Bayern München könne keinen Fußball spielen. Men- schen gibt es, die glauben, Paul Potts könne nicht singen. Und es ist auch so: Wenn man den Sieger einer britischen Talent-Show waschechten Musik-Experten ausliefert, dann bleibt wenig Gutes übrig. Aber manchmal haben Musik-Experten eben unrecht.

      Es sei lächerlich, wie sich ein Millionen-Publikum von einer so
unerfahrenen Stimme beeindrucken lasse, meckerte Pavarottis
Ex-Manager. Der Mann hat nichts verstanden. Pavarotti wurde doch
nicht derart verehrt, weil er so toll singen konnte, sondern weil er
seine Arien nicht nur sang, sondern lebte.

      Paul Potts, dessen Puccini-Nessun-Dorma-Gänsehaut-Video im
Internet mehr als 30 Millionen Mal angeschaut wurde, singt nicht nur
schön, er erzählt von einer Sehnsucht. Vom Aufstieg aus kleinen
Verhältnissen. Wenn Du etwas kannst, Dir etwas zutraust und ein wenig
Glück hast, kannst Du es nach oben schaffen.
So wie viele Fußballer, denen Paul Potts gestern Abend in Bayern
Münchens Allianz-Arena aus der Seele sang. Und beileibe nicht nur
denen.

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