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WAZ: Die Telekom und Olympia. Kommentar von Hans-Josef Justen

    Essen (ots) - Vo einem Jahr wurde die Verbindung unterbrochen: T-Mobile (respektive Telekom) ist als Radsport-Sponsor ausgestiegen, weil Doping-Affären bei der Tour de France auch das eigene Team betrafen. Nun aber werden die finanziellen Mittel, die dem Kommunikations-Unternehmen zwecks Sportförderung zur Verfügung stehen, gewissermaßen umgeschichtet: Deutschlands Olympia-Kandidaten sollen künftig in besonderem Maße profitieren, der Nachwuchs vor allem, die Medaillenhoffnungen von morgen. Eine begrüßenswerte Maßnahme, eine grundsätzlich löbliche Entscheidung, mit der die Telekom ihre Idee von Fairplay und sauberem Wettkampf umsetzen will. Doch ist der olympische Sport, mit Verlaub, der richtige Partner? Schließlich kochen auch und gerade vor Peking wieder wilde Gerüchte hoch über den Missbrauch leistungsfördernder Mittel, die querbeet eingesetzt werden - von der Leichtathletik bis zum Schwimmen. Dies zu verhindern, ist zwar das Ziel von Telekom, die jedoch vom Regen in die Traufe kommen könnte.

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